10 Wege zur Überwindung einer mentalen Blockade

Dieses Thema betrifft nicht nur Künstler oder Kreative. Im Laufe unseres Lebens stellen sich uns allen mentale Blockaden in den Weg, wenn wir nicht wissen, wo es lang gehen soll. Ganz zu schweigen von der Arbeit. Kreativität, Inspiration, Klarheit … Diese Eigenschaften, die uns zu besten und effizienten Leistungen befähigen, stellen sich oft nicht ein.

Manchmal geraten wir bei der Arbeit bedingt durch Hektik, ein schlechtes Arbeitsklima, Informationsmangel, Multitasking oder einen Überfluss an Arbeit in eine Sackgasse. In solchen Fällen bleibt unsere innere Dynamik auf der Strecke und wir kommen nicht voran: Wir stellen fest, dass wir ein Problem nicht verstehen, nicht wissen, welche Entscheidung wir treffen sollen oder uns keine Strategie einfällt, die wir verfolgen können. Dann müssen wir einen Weg finden, um unsere mentale Blockade zu überwinden

Gegen Leistungsblockaden ist noch kein Wunderkraut gewachsen, aber es gibt ein paar alltägliche Tricks, mit denen sich eine mentale Blockade überwinden lässt. Zwar sind nicht alle dieser Tricks für jede Art von Blockade geeignet und nicht alle lassen sich jederzeit einsetzen. Aber es schadet nicht, sie im Repertoire zu haben, falls man sie braucht, wenn der Verstand wie ein Auto mitten im Schlamm stecken bleibt. 

Diese 10 Dinge können dir bei der Überwindung mentaler Blockaden helfen

1. Nimm eine Auszeit. Du solltest dir eine Auszeit nehmen, um nicht in einen Teufelskreis zu verfallen. Lege eine Pause ein, nimm eine Auszeit, lass die Aufgabe ruhen und mach erst weiter, wenn du dich inspirierter und frischer fühlst. 

2. Ändere deine Methode. Mach dasselbe, aber auf eine andere Weise. Wenn deine bisherige Methode erfolglos ist oder dich auslaugt, höre auf und verändere einen Aspekt, um zu sehen, ob sich so Erfolge einstellen und du deine mentale Blockade überwinden kannst.

3. Nutze Musik. Wenn du die Stille als ermüdend empfindest, kannst du Musik im Hintergrund laufen lassen oder ein paar fröhliche Songs abspielen, die dich aufmuntern oder in Schwung bringen. Tanze, singe, mobilisiere deine Energie, lass die Anspannung deines Geistes in deinen Körper fließen und mach dich locker.

4. Sprich mit jemandem, der dir einen Rat geben kann. Das kann eine Kollegin sein, die mit deiner Aufgabe sehr vertraut ist, oder eine außenstehende Person, die Frische und Spontaneität in die Sache bringt. Es ist immer erfrischend, Eindrücke und Ansichten auszutauschen.

5. Meditiere ein wenig (oder besser noch, meditiere jeden Tag). Wenn du es nicht gewohnt bist, zu meditieren, solltest du vielleicht ein paar einfache Techniken erlernen. Sich in Achtsamkeit zu üben, bewirkt zwar keine Wunder, hilft aber, die Aufmerksamkeit zu schulen, verringert das Abdriften des Verstands und sorgt für mehr Klarheit und eine bessere Verknüpfung der Gedanken. 

6. Bewege dich mehr. Geh nach draußen und mach deinen Kopf frei. Geh spazieren oder laufe ein paar Kilometer, falls du es kannst und daran gewöhnt bist. Geh wenigstens eine Runde um den Block. Tanke frische Luft und Sonnenlicht. Laufen und vor allem Gehen bieten eine unerschöpfliche Quelle für neue Ideen, denn sie ordnen die Gedanken, die wir in unserem Bewusstsein gespeichert haben. 

7. Betreibe Feldforschung. Suche im Internet, recherchiere, lies, schaue dort nach, wo du noch nicht gesucht hast. Vielleicht gibt es ein Detail, das du übersehen hast, oder eine Perspektive, die du noch nicht in Betracht gezogen hast. Beobachte andere Menschen, die genau das tun, was du machen möchtest, sammle Ideen und beginne, deine abstrakten Ideen zu konkretisieren.

8. Essen, trinken, schlafen. Unser Verstand ernährt sich nicht von Luft, sondern von dem Treibstoff, den wir ihm zuführen: Wasser, Nährstoffe und Ruhe. Es ist zwar unwahrscheinlich, dass wir allein durch Essen auf eine großartige Idee kommen, denn tatsächlich haben wir genug Reserven und es gibt Menschen, die mit dem wenigsten auskommen, aber früher oder später müssen wir unserer Inspiration Vitamine zufügen, um sie zu beflügeln. Wir dürfen nicht schläfrig oder teilnahmslos sein. Wir müssen präsent sein.

9. Überdenke deine Aufgabe. Manchmal liegt die Ursache für eine Blockade nicht darin, dass wir mit unserer Aufgabe in eine Sackgasse geraten sind, sondern darin, dass wir – im wahrsten Sinne des Wortes – das Ziel dieser Aufgabe bereits erreicht haben: Sie ist abgeschlossen und es gibt nichts mehr zu tun. Wenn das nicht der Fall ist, ist vielleicht ein Umdenken angesagt, bevor wir uns den Kopf zerbrechen, um Kreativität zu erzwingen: Ist das Ziel, das ich mir gesetzt habe, angemessen? Kann es schaden, die Sache vorläufig auf sich beruhen zu lassen? Bin ich die richtige Person, um die Aufgabe fortzuführen? Manchmal lässt sich eine Blockade nur durch eine Neudefinition überwinden.

10. Handle einfach, leg los, konzentriere dich und tue, was du tun musst, ohne dabei sofort das bestmögliche Ergebnis erzielen zu wollen, sondern mit dem Ziel, den Verstand zu entknoten und in Gang zu bringen. Nach und nach wird sich das Ergebnis herauskristallisieren und später kannst du die übergeblieben Teile aus dem Gewirr deiner Arbeit aufpolieren oder sie entfernen. Beim Arbeiten entsteht Inspiration und die Blockade löst sich, oder zumindest ertappt sie uns so auf frischer Tat.